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Netze Duisburg informieren über vorsorgliche Maßnahmen nach erhöhten Bleiwerten in einzelnen Wasserproben in Teilen von Huckingen

Bei Untersuchungen wurden in einzelnen Wasserproben im Versorgungsgebiet der Netze Duisburg im Bereich Huckingen erhöhte Bleigehalte festgestellt. Die Ursache konnte bislang noch nicht eindeutig lokalisiert werden. Aus Vorsorgegründen werden deshalb Anwohnerinnen und Anwohner in Teilen von Huckingen (siehe Karte) informiert und um eine vorübergehende Einschränkung der Nutzung des Leitungswassers zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken gebeten.

  • Aus Vorsorgegründen bitten die Netze Duisburg in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, das Leitungswasser bis auf Weiteres nicht zum Trinken und nicht zur Zubereitung von Speisen oder Getränken zu verwenden.
  • Für schwangere Frauen, Säuglinge und Kinder bis zum sechsten Lebensjahr ist bei möglicherweise bleibelastetem Wasser besondere Vorsicht geboten.
  • Verwenden Sie vorläufig stattdessen abgepacktes Wasser mit dem Aufdruck „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“.


Was Sie weiterhin bedenkenlos tun können

Das Leitungswasser kann weiterhin ohne Einschränkungen verwendet werden für

  • Duschen und Baden,
  • Händewaschen,
  • Körperpflege,
  • Toilettenspülung,
  • Wäschewaschen und
  • Reinigungsarbeiten im Haushalt.

 

Sichere Trinkwasserversorgung

Damit Sie weiterhin zuverlässig mit Trinkwasser versorgt sind, stellen die Netze Duisburg an mehreren Standorten im betroffenen Gebiet Trinkwasserwagen auf. Dort können Sie kostenlos Trinkwasser entnehmen, das uneingeschränkt zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken geeignet ist.

Die Trinkwasserwagen stehen an folgenden Standorten:

  • Malteser-Krankenhaus-St.-Anna, vor dem Haupteingang
  • KiTa Wilhelmine-Bertling-Straße, Parkplatz
  • Dauner Straße, im Bereich der Hausnummer 41
  • Cochemer Straße, im Bereich der Hausnummer 13
  • Aenne-Brauksiepe-Straße, im Bereich der Hausnummer 31
  • Gondorfer Straße, im Bereich der Hausnummer 10 

Diese Seite und die Standorte werden laufend aktualisiert.

 

Hotline für Anwohnerinnen und Anwohner

Zusätzlich haben wir für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner eine Hotline geschaltet, falls sie Hilfe oder Unterstützung bei der Versorgung mit Trinkwasser benötigen. 

Wir bitten um Verständnis, dass diese Hotline nur für Fragen von betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern eingerichtet ist. 
Die Netze Duisburg können Ihnen keine Auskünfte zu medizinischen Fragen geben. 

Die Hotline ist unter der Telefonnummer 0203 / 604-3680 zu erreichen.
Sie ist am Freitag bis 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 8 bis 16 Uhr erreichbar.

 

So gehen wir jetzt vor

Unsere Fachleute untersuchen das Versorgungsgebiet derzeit mit zusätzlichen Wasserproben und technischen Maßnahmen, um die Ursache der erhöhten Bleigehalte schnellstmöglich zu ermitteln und die Quelle eindeutig zu identifizieren. Parallel dazu werden alle erforderlichen Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt, damit die Trinkwasserqualität schnell wieder vollständig sichergestellt werden kann.

Die Netze Duisburg steht hierzu in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen oder sich Änderungen ergeben, informieren wir Sie unverzüglich. 

Die vorübergehenden Vorsichtsmaßnahmen dienen ausschließlich dem Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner.

 

Update vom 10.07.2026, 17:15 Uhr

Die Netze Duisburg haben im Laufe des Freitags die Untersuchungen zur Ursache der erhöhten Bleigehalte in einzelnen Wasserproben im Bereich Huckingen mit Hochdruck fortgesetzt. Ziel ist es, die Ursache für die externen Einträge schnellstmöglich zu beseitigen.

Im Laufe des Freitags wurden umfangreiche weitere Wasserproben entnommen und labortechnisch untersucht. Dabei wurden auch Proben außerhalb des bislang betroffenen Versorgungsbereichs analysiert. Damit liegen weiterhin keine Erkenntnisse vor, die auf Auffälligkeiten außerhalb des definierten Bereichs hindeuten. Zusätzlich wurden weitere Proben innerhalb des bereits eingegrenzten Bereichs entnommen und ausgewertet, um die Ursachensuche weiter einzugrenzen. Weitere Laborergebnisse werden Anfang der kommenden Woche erwartet.

Parallel dazu wurden verschiedene technische Maßnahmen umgesetzt. So wird das betroffene Gebiet derzeit ausschließlich über eine Zuflussleitung mit Trinkwasser versorgt. Diese Umstellung dient dazu, die Untersuchungen weiter zu präzisieren und die Ursache der erhöhten Bleigehalte besser eingrenzen zu können.

Darüber hinaus identifizieren die Netze Duisburg derzeit ältere, nicht mehr in Betrieb befindliche Hausanschlüsse und trennen diese vorsorglich vom Versorgungsnetz. Damit soll ausgeschlossen werden, dass aus stillgelegten Hausanschlüssen Verunreinigungen in das Trinkwassernetz eingetragen werden können.

Die vorsorglichen Nutzungseinschränkungen gelten weiterhin. Das Leitungswasser sollte im betroffenen Gebiet bis auf Weiteres nicht zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet werden.

Für alle anderen Anwendungen im Haushalt – beispielsweise zum Duschen, Baden, Händewaschen, Wäschewaschen oder zur Toilettenspülung – kann das Leitungswasser weiterhin uneingeschränkt genutzt werden.

Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung stehen den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern weiterhin an sechs Standorten Trinkwasserwagen mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser zur Verfügung. Diese werden auch in den kommenden Tagen regelmäßig mit frischem Trinkwasser befüllt.

Die Netze Duisburg arbeiten in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt an der weiteren Ursachenaufklärung und informieren die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner fortlaufend auf dieser Internetseite über den aktuellen Stand.

Betroffenes Versorgungsgebiet und Standorte der Trinkwasserwagen

(Um die aktuellste Version der Karte zu sehen, löschen sie ggf. den Cache Ihres Browsers und aktualisieren Sie die Seite)

Antworten auf häufige Fragen

Welche Haushalte oder Bereiche sind genau betroffen?

Das festgelegte Gebiet, für das die Warnung ausgesprochen wurde, ist durch die Netze Duisburg vorsorglich festgelegt worden. Es gibt an verschiedenen Punkten Auffälligkeiten, Messwerte liegen jedoch nicht für jede Straße in dem Gebiet vor. Aktuell laufen unter Hochdruck weitere Beprobungen durch die Netze Duisburg, um die betroffenen Bereiche genauer bestimmen zu können und um die Ursache festzustellen. 

Wenn ich außerhalb des Gebietes in der Karte wohne, muss ich etwas beachten?

Nein, die Warnung gilt nur für das definierte Gebiet. Außerhalb des gekennzeichneten Bereiches kann das Trinkwasser ohne Einschränkung verwendet werden. 

Welche Maßnahmen empfiehlt das Gesundheitsamt?

Das Leitungswasser soll nach Angaben des Gesundheitsamts bis zur genaueren Abklärung der betroffenen Haushalte nicht zum Trinken und nicht zur Zubereitung von Speisen oder Getränken verwendet werden. Für schwangere Frauen, Säuglinge und Kinder bis zum sechsten Lebensjahr ist bei möglicherweise bleibelastetem Wasser besondere Vorsicht geboten. Verwenden Sie vorläufig stattdessen abgepacktes Wasser mit dem Aufdruck „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“. Die Netze Duisburg stellen darüber hinaus Trinkwasserwagen auf (siehe oben). Dort können Sie kostenlos Trinkwasser entnehmen, das uneingeschränkt zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken geeignet ist.

Ist das Wasser in den Trinkwasserwagen auch bei den aktuellen Temperaturen sicher?

Ja, die Trinkwasserwagen werden regelmäßig gespült, gereinigt und dann wieder neu befüllt, so dass die Trinkwasserqualität gewährleistet ist.

Kann ich das Leitungswasser weiterhin für den sonstigen gebrauch im Haushalt verwenden?

Das Leitungswasser kann nach Angaben des Gesundheitsamts weiterhin ohne Einschränkungen verwendet werden für:

  • Duschen und Baden,
  • Händewaschen,
  • Körperpflege,
  • Toilettenspülung,
  • Wäschewaschen und
  • Reinigungsarbeiten im Haushalt.

Auch Ihr Geschirr können Sie laut Gesundheitsamt weiterhin mit dem Leitungswasser reinigen. Eine orale Aufnahme durch Haustiere, die beispielsweise nach Kontakt mit dem geputzten Boden Ihre Pfoten lecken, ist nicht anzunehmen. 

Wie hoch sind die genauen Messwerte? 

Die Messwerte variieren an den verschiedenen Messpunkten und haben sich auch im Laufe von Verlaufsmessungen innerhalb einer Messtelle verändert. An verschiedenen Stellen wurden Messwerte unterhalb der Grenzwerte festgestellt. Nach Angaben des Gesundheitsamtes lag keiner der Messwerte in einem Bereich, in dem eine akute Toxizität, also das Potential einer akuten Bleivergiftung anzunehmen ist.

Wie das Gesundheitsamt weiter mitteilt, ist es grundsätzlich wichtig zu verstehen, dass sich Grenzwerte für Blei im Trinkwasser auf eine Menge beziehen, bei der auch bei andauernder Aufnahme keine Gesundheitsgefährdung anzunehmen ist. Es handelt sich bei den Grenzwerten nach Trinkwasserverordnung nicht um Grenzwerte, die bei zeitlich begrenzter Aufnahme als gefährdend eingestuft werden. Die Grenzwerte, eine akute Bleivergiftung bei zeitlich begrenzter Aufnahme hervorzurufen, wurden in den Messungen nicht festgestellt. 

Sollte man eine Blutuntersuchung auf Blei durchführen lassen?

Nach Angaben des Gesundheitsamtes gibt es keine aktuelle Empfehlung, Blutuntersuchungen auf Blei durchführen zu lassen. Da hierbei jedoch die individuellen Voraussetzungen der verschiedenen Menschen berücksichtigt werden müssen (beispielsweise bestimmte Vorerkrankungen oder zurückliegende Aufnahme von Blei oder längerfristige zurückliegende Exponierung zu bleihaltigem Wasser), kontaktieren Sie bei Unsicherheiten und den oben beschriebenen Vorbelastungen bitte Ihren behandelnden Haus- bzw. Kinderarzt.

 

Die Antworten sind in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt entstanden.